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Goldenstedt - Festivals & Konzerte

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Allgemeine Infos über Goldenstedt

Auf bronzezeitliche Besiedlung weist der Hortfund von Goldenstedt. In Einen und Lahr sind vorgeschichtliche Hügelgräber zu finden.[3] Sie wurden vermutlich im 6. vorchristlichen Jahrhundert angelegt.[4]

Äußerer (vorne) und innerer (hinten) Ringwall der Arkeburg, vor den Rekonstruktionsarbeiten aufgenommen Im frühen Mittelalter wurde die Arkeburg in der gleichnamigen heutigen Bauerschaft errichtet. Schriftliche Dokumente aus dem Mittelalter über die Burg existieren nicht. 2017 wurde eine Teilrekonstruktion der Burganlage mit Informationstafeln der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Gemeinde wurde 1080 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Einer von Carl Heinrich Nieberding erzählten Sage zufolge soll der Name des Ortes ebenso wie der der „Goldenen Brücke“ über die Hunte bei Goldenstedt auf eine Begebenheit im Jahr 1011 zurückzuführen sein.[5] Die 1974 im Zuge der niedersächsischen Gemeindegebietsreform wider den Willen der Bevölkerung eingemeindete Ortschaft Lutten wurde bereits 872 genannt.

Bekannt wurde Goldenstedt durch das Simultaneum mixtum.[6] Es entstand in der Zeit von 1650 bis 1850. In dieser Zeit lag der Ort an der Grenze zweier Herrschaftsbereiche mit unterschiedlichen Konfessionen: dem katholischen Niederstift Münster und den protestantischen Gebieten Braunschweig-Lüneburg bzw. Hannover. 1817 endete die Zweiherrigkeit, und 1850, nach dem Bau der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Goldenstedt, auch das Simultaneum mixtum. Über dieses Thema schrieb der Schriftsteller Bernd Kessens den Aufsehen erregenden Roman „… und an den Füßen eine goldene Uhr“.

Als die Nationalsozialisten 1938 die konfessionellen Volksschulen in Gemeinschaftsschulen umwandeln wollten, formierte sich in Goldenstedt Widerstand. Zahlreiche katholische und evangelische Christen boykottierten die NS-Feier am „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ (1. Mai) und versammelten sich stattdessen auf dem Hof Herbrügge in der Bauerschaft Osterende, wo ein Hofkreuz eingeweiht wurde.[7] Am folgenden Tag wurde ein Aufruf angeschlagen:[8]

„Bürger Goldenstedts, mit dem 1. Mai beginnt ein neuer Kampf, der Religionskampf. … Wir wollen Christen sein und keine Neuheiden.“ Die Eltern weigerten sich, ihre Kinder zur Schule zu schicken, und versammelten sich vor der St.-Gorgonius-Kirche. Darauf wurden Gestapo-Beamte und ein Zug Schutzpolizei aus Wilhelmshaven nach Goldenstedt entsandt.[9] 14 Männer wurden verhaftet, zwölf von ihnen in die Konzentrationslager Oranienburg und Buchenwald eingeliefert.[10]

Quelle: wikipedia.de

Land: Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Fläche: 88,91 km2
Einwohner: 9.969 (31. Dezember 2020)